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Schweizer Ankerhemmung

Die Schweizer Ankerhemmung ist heute die bei weitem gebräuchlichste Kleinuhrenhemmung. Sie fällt in die Kategorie "freie Ankerhemmungen", da die Unruh nach Verlassen des Ankers "frei" schwingt, anders als beispielsweise bei der Graham Hemmung. Dort befindet sich der Gangregler (hier das Pendel, nicht die Unruh) immer in Kontakt mit dem Ankerrad.






Häufige Verzahnungsart in Uhrwerken



Warum bleibt eine Uhr stehen?



Hemmungssystem für Pendeluhren

Die Hemmung hat die Aufgabe, das vorschnelle Ablaufen des Räderwerkes zu hemmen und die Kraft auf den Gangregler (Pendel) zu übertragen. Die Teile der Hemmung sind Ankerrad und Anker. Je nach Konstruktion wird unterschieden zwischen 3 Hemmungsarten.
1. die rückführende Hemmung (Spindel-, Haken-, Rollenhemmung)
2. die ruhende Hemmung (Graham-Hemmung)
3. die freie Hemmung (Riefler-, Strasser-Hemmung)

Die Graham-Ankerhemmung löste die bis dahin übliche Spindelhemmung sehr rasch ab, da sie zusammen mit einem langen schweren Pendel wesentlich bessere Gangergebnisse zeigte. Die Grahamhemmung ist noch keine "freie" Hemmung. Der Pendel schwingt auch nach seinem Antriebsimpuls nicht ganz frei. Da aber der Ankerradzahn auf der Ruhefläche der Eingangs- oder Ausgangspalette ruht und nicht zurück bewegt werden muss, entstehen bedeutend weniger Reibungsverluste. Sehr schön sieht man die "Ruhe" des Ankerradzahnes auf der Ankerpalette in der Animation.




Graham Hemmung
Im Jahr 1715 entwickelte George Graham diese neuartige Hemmung. Sie wird heute nach ihm Graham Hemmung genannt. Oben eine Zeichnung mit Beschreibung der einzelnen Funktionsteile.



Die Animationen: Mit freundlicher Genehmigung von Uhrmachermeister Luis Blank